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Seit 1978 Service für Studierende und Hochschulen

Pfälzer Woche 1995
Pfälzer Woche 1995 in der Mensa Landau

Das Studierendenwerk Vorderpfalz ...damit Studieren gelingt!

Die Studentenwerke in Deutschland blicken auf eine fast hundertjährige Geschichte zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden sie als Selbsthilfeinitiativen von Studierenden und Lehrenden. Ziel dieser Vereine war vor allem die Wohnraumversorgung und die Bereitstellung regelmäßiger Mahlzeiten. Spätestens in den 1970er Jahren wurden aus diesen Vereinen durch Ländergesetze geregelte Anstalten öffentlichen Rechts.

Entsprechend dem gesellschaftlichen Wandel und den sich ändernden Ansprüchen der Studierenden haben die Studenten- bzw. Studierendenwerke in Deutschland - 58 an der Zahl - heute ein differenziertes Aufgabenfeld: Sie fördern rund 2,2 Millionen Studierende an über 300 Hochschulen in sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht. Vereinfacht gesagt: Für Lehre und Forschung sind die Hochschulen zuständig, die Studentenwerke für alles rund ums Studium, für die soziale Infrastruktur. Zu den traditionellen Aufgaben wie Betrieb und Bewirtschaftung von Mensen, Cafeterien und Wohnheimen treten heute Sozial- und psychologische Beratung, Kindertagesstätten, Studienfinanzierung - in fast allen Bundesländern auch das BAföG -, Internationales und Kulturförderung sowie je nach landesspezifischer Gesetzeslage weitere Serviceangebote hinzu.

Das Studentenwerk Vorderpfalz existiert seit 1978. Es übernahm die Mensen der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule in Landau und der Fachhochschulen Ludwigshafen und Worms vom Studentenwerk Kaiserslautern, die entsprechenden Wohnheime folgten 1980-1982.
1982-1983 wurden die Wohnheime und die Mensa in Germersheim (Fachbereich der Universität Mainz) übernommen, so dass ab diesem Zeitpunkt die Zuständigkeit wie heute gegeben ist.

Am 1.9.1982 erhielt das Studentenwerk eine eigene Geschäftsführung; die völlige Unabhängigkeit von Kaiserslautern erlangte das Studentenwerk Vorderpfalz 1985 mit eigener Abteilungsleitung Rechnungswesen.

Bereits 1988/89 bei der Gründung der Universität bemühte sich das Studentenwerk - die Umbenennung in „Studierendenwerk“ erfolgte 2003 – um einen Wohnheimbau in Landau, der damals insbesondere an der Grundstücksfrage scheiterte. Erst 1994-1995 konnte die Wohnanlage Godramsteiner Straße von einem Investor übernommen werden. Es sollte weitere 20 Jahre dauern, bis 2014 mit einem Neubau am Rande des Konversionsgebiets Quartier Vauban die studentische Wohnsituation am - mit über 7.000 Studierenden im Vergleich zu 1.619 Studierenden im WS 1989/90 stark gewachsenen – Standort Landau nachhaltig verbessert werden konnte. In Worms konnte das Studierendenwerk zusätzlich zu den Wohnmöglichkeiten auf dem Campus  im Konversionsgebiet "Liebenauer Feld" Wohnraum erstellen, zuletzt 2015 mit dem Max Kade Haus. In Germersheim un Ludwigshafen stehen ebenfalls studentenwerkseigene (GER) bzw. von diesem angemietete (LU) Wohnmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Hochschulgastronomie mit Mensen und Cafeterien ist an allen betreuten Studienorten vertreten. Entsprechend den kontinuierlich steigenden Studierendenzahlen eröffnete das Studierendenwerk Vorderpfalz 2001 eine neue, größere und ansprechend gestaltete Cafeteria auf dem Campus Fortstraße in Landau und gewann durch den Umbau der alten Cafeteria Platz für Verwaltungsräume. Zum Sommersemester 2003 wurde in der Außenstelle Bürgerstraße der Universität eine Mensaria eröffnet, eine Modernisierung und Erweiterung der Mensa Landau ist ab 2019 geplant. In Ludwigshafen soll 2018-20 eine neue Mensa entstehen.

Die seit 1998 bestehende Kindertagesstätte Villa Unibunt in Landau ging 2010 in die Trägerschaft des Studierendenwerks über; 2013 konnte die Kita "Lindwürmer" in Worms eröffnet und die Kita "Zeppelin" in Germersheim übernommen werden; in Ludwigshafen wird 2017 eine Kindertagesstätte auf dem Campus der Hochschule eröffnet werden.

Das Studierendenwerk Vorderpfalz betreut heute mit seinen rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über 17.000 Studierende an den vier Hochschulstandorten Germersheim, Landau Ludwigshafen und Worms. Als eines von 58 Studentenwerken in Deutschland untersteht es als Anstalt des öffentlichen Rechts der Rechts- und Fachaufsicht des Wissenschaftsministeriums und ist organisiert im Verband der Deutschen Studentenwerke, dem Deutschen Studentenwerk e.V. Die Organe des Studierendenwerks sind der Geschäftsführer und der Verwaltungsrat. Im Verwaltungsrat sind die Hochschulen, Studierende sowie eine Person des öffentlichen Lebens vertreten; Vorsitzender des Verwaltungsrates ist seit 2010 Prof. Dr. Jendrik Petersen und Geschäftsführer seit 01.04.2016 Andreas Schülke.